Neue jüdische liberale Synagoge in der Stammheimer Straße rückt näher!

Neue jüdische liberale Synagoge in der Stammheimer Straße rückt näher!

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Zu Jahresbeginn 2019 hat die jüdische liberale Gemeinde Gescher LaMassoret die Räume der ehemaligen Kreuzkapelle vorübergehend verlassen. Die Gottesdienste finden seitdem im Gemeindezentrum der evangelischen Kirche in der Brehmstraße statt, damit die notwendigenden Renovierungsarbeiten in der Stammheimer Straße durchgeführt werden können.

Die jüdische liberale Gemeinde war in der ehemaligen Kreuzkapelle viele Jahre zu Gast – zunächst im Keller, später im Erdgeschoss im ehemaligen Kapellenraum.

Rafi Rothenberg, der Vorsitzende der liberalen jüdischen Gemeinde, sieht in der Entstehung der neuen jüdischen liberalen Synagoge ein praktisches Zeichen der Freundschaft zwischen Christen und Juden: „Wir wissen die jahrelange Gastfreundschaft der evangelischen Gemeinde sehr zu schätzen und sind dafür sehr dankbar.“

Nach den Umbauarbeiten werden die liberalen Juden mit ihren Gottesdiensten in die Stammheimer Straße zurückkehren – z.Zt. betet die Gemeinde in der Brehmstraße.

Zur Information: Die liberale Gemeinde Gescher LaMassoret (Brücke zur Tradition) besteht seit über zwanzig Jahren in Köln. Vor der Shoa beteten liberale Juden in der Synagoge in der Roonstraße. Liberales Judentum zeichnet heutzutage durch Gleichberechtigung der Geschlechter im Gottesdienst aus. Frauen können vor die Thorarolle gerufen werden, können vorbeten und gehören mit zum Minjan – dem Quorum von erwachsenen Juden, das nötig ist, damit ein jüdischer Gottesdienst stattfinden kann. So hat Gescher LaMassoret seit einigen Jahren eine Rabbinerin, Natalia Verzhbovska. Außerdem beten liberale Jüdinnen und Juden zahlreiche Gebete in der Landessprache. Sie heißen Lesben, Schwule und Transgender ausdrücklich willkommen.