Rückblick auf die Seniorenfahrt zur Straußenfarm Gemarkenhof

Rückblick auf die Seniorenfahrt zur Straußenfarm Gemarkenhof

Rückblick auf die Seniorenfahrt zur Straußenfarm Gemarkenhof

# Neuigkeiten

Rückblick auf die Seniorenfahrt zur Straußenfarm Gemarkenhof

„Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt“

Schon günstig war der Sonne-Wolken-Mix, der uns morgens am Bus empfing und den ganzen Tag begleitete. „Hab mein Wagen voll geladen“ konnten wir vielstimmig singen, denn der Bus war mit 51 Seniorinnen und Senioren aus Niehl und Riehl voll besetzt. Ziel unseres Ausflugs war der Gemarkenhof bei Remagen.

Während der Busfahrt befassten wir uns zunächst, nach der Begrüßung, dem Tagesgebet und einigen Informationen durch Ute Pollmann-Spürck mit den Besonderheiten der Stadt Remagen am Rhein. Dabei erinnerte Dorothee Agena an die Geschehnisse rund um die zum Ende des 2. Weltkriegs berühmt gewordene „Remagener Brücke“ und Ursula Kutz erzählte, wie die Gebeine des Heiligen Apollinaris sich ihren Platz in Remagen selbst aussuchten. Das Mineralwasser der Apollinarisquelle konnten wir leider nicht probieren, da die Getränkefirma, an der wir vorbeifuhren, keine reisetauglichen Fläschchen herstellt.

Schneller als erwartet erreichten wir den Hof, wo wir freundlich empfangen wurden und schon bald auf Bimmelbahn-Tour über das weitläufige Gelände der Straußenfarm gingen. Bei den 3 Stops erzählte uns der sachkundige und humorige Begleiter viel interessantes über die Zucht der größten lebenden fluguntauglichen Vögel der Erde.

Die Zucht ist auch notwendig, denn in Arabien sind die Tiere schon ausgerottet. Seit einigen hundert Jahren zieren die Federn die Uniformen der Offiziere und die Hüte von Damen, auch als Staubwedel waren die antistatischen Straussenfedern sehr beliebt. Ein weiterer Umstand hat aber fast zur Auslöschung der jahrtausendealten Population geführt. Strauße fressen hauptsächlich Vegetarisches, läuft eine Maus oder Eidechse über den Weg, wird auch diese verspeist. Damit der Magen aber voll wird und die Verdauung funktioniert, muss der große Vogel viele Steine aufnehmen. Da sich unter den Steinen auch Diamanten finden ließen, war es für Jäger und Sammler einfacher, die Tiere zu erschießen und ihre Mägen zu entleeren als im Gestein nach Diamanten zu suchen.

Vor uns hatten die großen Vögel jedenfalls keine Angst. So, wie wir sie und besonders ihre langen Hälse und großen Augen bestaunten, bestaunten sie uns. In Gruppen traben sie über die Weideflächen, wobei jede Gruppe, auch „Harem“ genannt, aus einem dominanten Hahn, einer „Haupthenne“ und mindestens einer „Nebenhenne“ besteht. Das fördert die Zucht!

Die vielen flauschigen Jungtiere und den Brutkasten mit den großen Straußeneiern konnten wir ebenfalls bestaunen.

Hinter dem Hofladen, in dem man allerlei erstehen konnte, lag die Fleischerei, eine weitere Erwerbsquelle des Straußenhofs.

Wir ließen uns dann aber beim Mittagsbuffet im Restaurant das Straußenfleisch als Gulasch und Ossobuco schmecken.

Zwischen Mittagessen und Kaffee bestand für uns die Möglichkeit das Gehörte und Gesehene entspannt zu verdauen oder sich im kleinen Hofmuseum z. B. noch über die heutige Verbreitung der wild lebenden Strauße in den trockenen Savannen Süd-Ost Afrikas zu informieren und zu erfahren, dass die Strauße auch im alten Testament ihren (zweizehigen) Fußabdruck hinterlassen haben. Sie werden im Buch Hiob als dumme Tiere beschrieben, was inzwischen aufgrund ihres kleinen Gehirns wissenschaftlich nachgewiesen ist.

Zum Nachmittagskaffee gab es dann noch eine Überraschung: Pfarrerin Grit de Boer war angereist und wurde freudig begrüßt!

So waren wir doch nicht ohne geistliche Begleitung unterwegs gewesen.

Ursula Kutz

Dies könnte Sie auch interessieren

0
Feed